Sportchronik Herren

Die veränderten Trainingsbedingungen nach dem Umzug ins Ehlried und den Bau der Halle nutzten Sport- und Jugendwart gleichermaßen. Unter der Federführung von Kurt Degen und Harald Maiberger wurde ein neues Konzept für leistungsorientiertes Tennis entwickelt, das sich zunächst auf die Jugend konzentrierte.
Bereits 1991 zeigten sich die ersten Erfolge: Alexander von Malsen wurde VizeBezirksmeister der Jugend in der Al tersklasse II und Oliver Maiberger und Dominik von Malsen erreichten das Halbfinale der AK III. Die Knabenmannschaft wurde Kreismeister. Den größten sportlichen Erfolg in diesem Jahr aber landete Oliver Maiberger, der bei den Freiluft-Meisterschaften Bezirksmeister der AK III wurde.
1992 brachte der Youngster dann Lorsch in die Schlagzeilen, als er Hessenmeister der AK III und zusammen mit Jan Brandt Deutscher Meister seiner Altersklasse im Doppel wurde. Die Herrenmannschaft wurde im selben Jahr Meister der A-Klasse.
Die erste Herrenmannschaft setzte ihre Erfolge fort: 1993 wurde sie Meister der Bezirksklasse B, 1994 gelang der Aufstieg in die Gruppenliga.
1995 spielten die Herren erstmals mit Uli Kraft und Oliver Maiberger, inzwischen Nummer Eins der hessischen Jugendrangliste, in der Verbandsliga. Erst 1996 mußte sich Lorsch I mit einer Vizemeisterschaft begnügen.
Der Sprung in die Oberliga gelang aber 1997. Die Mannschaft war entscheidend verstärkt worden: Neben dem portugiesischen Daviscup-Spieler Vasco Goncalves und dem Slovaken Miroslav Csano war auch der Italiener Mauro Elia für Lorsch im Einsatz. Mit von der Partie waren Oliver Maiberger, Jens Schober und Jörg Wollschläger. Der Kern dieses Teams konnte aber ein Jahr später nicht verhindern, daß Lorsch bei der Neueinteilung der Hessenliga unberücksichtigt blieb. Die Mannschaft landete in ihrer Gruppe der Oberliga nur auf dem undankbaren 5. Rang.
Für 1999 war ein neuer Ansturm auf die Hessenliga vorbereitet. Lorsch hatte für die Medenrunde zwei Schweden verpflichtet: Ludwig Sundin und Anders Pahlsson. Doch nach dem souveränen Gruppensieg in der Verbandsliga scheiterte man nach einer undankbaren Auslosung im Aufstiegsspiel.
Im Jahr 2000 wurde das Ziel Aufstieg noch einmal in Angriff genommen. Mit den bisherigen 2. Bundesliga- bzw. Hessenliga-Spielern Julien Link und Patrick Schanz konnte der Aufstieg ohne Niederlage gemeistert werden.
Im ersten Hessenliga-Jahr 2001 sicherte sich die Mannschaft mit den neuen Spitzenspielern Robert Samuelsson einen bemerkenswerten dritten Tabellenplatz.
In 2002 wurde mit den Neuzugängen Felix Hardt und Ryan Redondo ein Traumteam geschaffen, das nur haarscharf die Meisterschaft verpasste. Bei den Hessischen Landesmeisterschaften auf heimischer Anlage sicherte sich Hardt hingegen den Einzeltitel und zusammen mit Oliver Maiberger die Doppel-Meisterschaft. Fast ebenso erfolgreich verlief das Jahr 2003, in dem alle zählbaren Titel zum Greifen nahe waren und am Ende dennoch nicht errungen werden konnten. Die unverändert auftretende Herrenmannschaft hatte bis zum vorletzten Spieltag alle Chancen auf die Meisterschaft, verlor dann jedoch denkbar knapp gegen Tabellenführer Kronberg. Oliver Maiberger stand sowohl im Einzel als auch im Doppel an der Seite von Felix Hardt in den Endspielen der Hessenmeisterschaften. Doch beides Mal blieb nur der Vizetitel.

Das Jahr 2005 sollte heikel werden. Die Mannschaft befand sich im Umbruch. Neben Philipp Marx, dem Italiener Fabio Collangelo und dem Esten Mait Künnap mussten an den meisten Spieltagen die Spieler aus der zweiten  Mannschaft aufgestellt werden. Dennoch gelang sensationell der Klassenerhalt. Zu Beginn der Saison 2006 sah die Situation eigentlich weitaus besser aus. Doch es sollte ein Tiefschlag nach dem anderen folgen. Zunächst sagten drei der vier gemeldeten azusländischen Spieler kurzfristig ab, dann fiel auch noch Oliver Markus verletzt aus. Das konnte nicht gut gehen. Am Ende fehlten zwei Matches zum rettenden siebten Tabellenplatz.

Dass die TCO-Herren eigentlich in die Hessernliga gehören stellen sie bereits ein Jahr später unter Beweis. Nach einer eindrucksvollen Saison in der Verbandsliga gelang 2007 der direkte Wiederaufstieg.

Ein Jahr später erlebten die Herren wohl die bitterste Saison. Trotz einer guten Mannschaft und zwei Auftaktsiegen landete das Team 2008 aufgrund von drei denkbar knappen Niederlagen am Ende auf einem Abstiegsplatz.

Zum direkten Wiederaufstieg in die Hessenliga hat es 2009 zwar nicht gereicht, dennoch waren  die Herren mit der Verbandsliga-Saison mehr als zufrieden. Die Mannschaft landete auf Platz drei der Abschlusstabelle - punktgleich mit Vizemeister TEC Darmstadt. Beim TCO hatte man mit einem so guten Abschneiden des Teams nach dem Weggang zahlreicher Leistungsträger nicht gerechnet.

Nach vier Jahren Neuaufbau in der Verbandsliga holt sich ein verjüngtes Team im Jahr 2013 die Meisterschaft und schafft damit den Aufstieg in die Hessenliga. Großen Anteil daran hat der neue Spitzenspieler Nils Brinkmann. Zum kamen Einsatz außerdem: Philipp Marx, Boris Klingebiel, Moritz Linhart, Thomas Bär, Mattia Livraghi, Fabio Colangelo, Lukas Schimunek, Marvin Werr und Oliver Maiberger. Gleichzeitig schaffen die Herren II den Wiederaufstieg in die Gruppenliga.

Mehr als unglücklich verlief die Hessenliga-Saison 2014. Mit 4:12 Punkten landete die Mannschaft am Ende auf dem Platz sieben von neun.  Das hätte in allen anderen Jahren zum Klassenerhalt gereicht. Doch erstmals musste auch der Drittletzte absteigen.  

Umso schöner dann das Jahr 2015. Ohne große Erwartungen gestartet dominierten die Lorscher Herren ihre Verbandsliga-Gruppe und sicherten mit der Meisterschaft den direkten Wiederaufstieg in das hessische Tennis-Oberhaus. 

Doch erneut glückte der Klassenerhalt in der hochklassigen Liga nicht. Eine knappe Niederlage in einem  dramatischen "Endspiel" gegen TEC Darmstadt besiegelte den erneuten Abstieg.

Zeit für einen Umbruch: Mit zahlreichen jungen Spielern aus dem eigenen Jugendbereich, schnappten sich die Herren im Jahr 2017 die Vizemeisterschaft in der Verbandsliga.